Hobbies gibt es viele. Dass ich mich ausgerechnet mit dem Filzvirus anstecke, konnte mein Mann nicht ahnen, als er mir 2007 zu Weihnachten eine Bastelpackung für einen Filzbären schenkte. So entstand mein erster Teddybär "Amy" – nicht schön aber selten. Schon war ich infilziert. Das tolle am Filzen ist, dass man jeden Teddy sehr individuell gestalten und kleine "Fehler" sofort ausbessern kann. Man braucht weder Nähmaschine noch sonstiges Zubehör. Ein paar Filznadeln, farbige Wolle und eventuell Nasengarn und Glasaugen reichen völlig aus. Seitdem nutze ich meine freie Zeit, um mit einer Filznadel auf ein Wollhäufchen einzupieksen. Dabei entstehen lauter kleine Teddys, jeder einzigartig in Form, Farbe und Aussehen. Das Einzige, was alle Filzies miteinander verbindet, ist das Material aus dem sie bestehen – die Schafwolle. Je nachdem wieviel Zeit ich habe, entsteht ein Filzbär in zwei Tagen oder auch mal in drei Monaten. Natürlich ist das Filzen nur ein Hobby und ich muss mein Geld mit einer geregelten Arbeit verdienen. Deshalb werden nicht so viele Littleengelbears geboren, wie ich es gern hätte.

Apropos geboren: Im September 2008 habe ich einen schweren Schicksalsschlag erlitten. Mein Sohn Tony ist bei der Geburt in der Universitätsklinik Leipzig wegen eines viel zu spät erkannten Gebärmutterrisses verstorben. Ich habe ihm zur Erinnerung eine extra Seite eingerichtet. Seit dieser Zeit sehen die Teddys trauriger aus, was meiner Tochter sehr missfällt. Irgendwann werde ich wieder lachen und die Teddys mit mir. Jeder Little Engel erhält einen Namen, der auf Y endet. Das ist ein Klitsch, den meine Kinder ausbaden müssen und eben auch die Teddys.

Da es in meiner Teddywerkstatt nicht sehr gemütlich ist, suchen die Bären
nach ihrer Fertigstellung dringend ein neues Zuhause ... Vielleicht bei Dir?

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